Der vielseitige Fotograf aus Baar und seine charakteristische Bildsprache

Antoni Kolonko - Gast der «Aemtler Kulturwochen»

Wink 11/04 - 11. November 2004


Von Pablo Suter

Das benachbarte Knonaueramt steht noch bis zum 12. Dezember 2004 im Zeichen der «Aemtler Kulturwochen». Kappel, Hausen, Affoltern etc. stehen im Zeichen vielfältiger Aktivitäten.

Eine der 120 Veranstaltungen der verschiedensten Art wird dabei von Antoni Kolonko geprägt. Der kreative Baarer wirkt gleichsam als Gast an den «Aemtler Kulturwochen» mit. Seine Fotografie-Ausstellung im Forum für Fotografie in Hedingen ist noch bis zum 12. Dezember 2004 jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Fotografie erlebt dank der Digitaltechnik einen neuen Boom. Hat die neue Technologie auch Antoni Kolonko erfasst? Nur bedingt. Er nimmt zwar hin und wieder auch die Digitalkamera zur Hand. Und für Reporter, die aktuell sein müssen, hält er die Digitalkamera für unentbehrlich. Tastsächlich, wenn Digitalaufnahmen im fernen Australien geschossen werden und eine Stunde schon irgendwo in Europa über die Druckmaschinen laufen, ist auch der Zuger Fotograf von diesen Möglichkeiten beeindruckt.

Doch für seine persönlichen Bedürfnisse dient ihm die analoge Fotografie mit dem bewährten Negativ. Wichtiger Bestandteil seiner schöpferischen Tätigkeit ist die Arbeit im Labor. Die Schwarzweiss-Aufnahmen verarbeitet er selber. Den Geruch im Labor möchte er nicht missen. Das Vergrössern ist für ihn nicht nur ein technischer, sondern auch ein schöpferischer Akt.

Technische Spitzenleistung

Seit über 100 Jahren gibt es qualitativ hervorragende Fotografien, obwohl damals die Technik vielfach ziemlich rudimentär war. Wer würde zum Beispiel vermuten, dass Antoni Kolonkos Titelbild von der Zuger Altstadt mit einer simplen Lochkamera entstanden ist? Bis eine solche Aufnahme im ‘Kasten’ ist, braucht es wegen der langen Belichtungsgzeit nicht nur Geduld, sondern auch grosses technisches Verständnis. Antoni Kolonko besitzt neben einem guten Auge auch diese beiden Fähigkeiten.