VitaFotograf



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Antoni Kolonko

Schon als kleiner Junge war ich von alten Bildern in Familienalben fasziniert. Es war sehr spannend zu sehen, wie die Leute auf diesen Fotografien bekleidet waren, was für Haarschnitte die Damen hatten. Mein Onkel, Zimmermann, hat sich ein Vergrösserungsgerät aus Holz gebaut. Als Lichtquelle diente ihm zuerst eine Petroleumlampe, dann eine elektrische Birne. Im Badezimmer seiner Wohnung hat er mich in die zauberhafte und geheimnisvolle Welt des latenten Bildes eingeführt. Zuerst habe ich Kontaktkopien von 6x9 cm Glassplatten gemacht, später die Kleinbild Negative vergrössert. Seit dieser Zeit quälte ich Mitglieder meiner Familie, meine Freunde und Bekannte mit meiner Fotokamera.

Als ich die Technikerschule besuchte, wurde ich mit der Malkunst konfrontiert. Im öffentlichen Lesesaal verbrachte ich unzählige Stunden mit dem Betrachten von Kunstmappen und Alben von Reproduktionen grosser Werke von französischen Impressionisten: Monet, Manet, Renoir, Pissaro und die russischen Landschaftsmaler Sowrasow, Poljenow usw. Die Lichtführung, die verschiedenen Stimmungen die sie mit den Farben zauberten... Ich war sehr unglücklich, dass ich nicht zeichnen konnte, um die Grossen nachzumachen. Dann versuchte ich mich mit der Kamera auszudrücken.

Irgendwie begann ich wieder die Menschen zu fotografieren: bei der Arbeit, bei den Feiern... Ich versuchte die Stimmungen von Landschaften und Portraits, die ich bei den grossen Malern gefunden hatte in meinen Fotografien wiederzugeben.

Ich trat in den grössten und ältesten Fotoklub in Polen ein, die Krakauer Fotogesellschaft. Ich begann meine Bilder den internationalen Fotosalons in der ganzen Welt zu verschicken. Zurück bekam ich eine ganze Reihe von Auszeichnungen und Preise.

Es kam die Zeit als ich aus meinem Hobby einen Beruf machen wollte.

Ich machte den Meisterkurs als Architekturfotograf um mein Zeichnungsbrett im Konstruktionsbüro für eine Fotokamera auszuwechseln.

Bis zu meiner Auswanderung aus Polen habe ich als freischaffender Fotograf für stattliche Architekturbüros und für Museum der Fotogeschichte in Krakau gearbeitet.

Meine fotografischen Aktivitäten in der Schweiz sind:

Fotoausstellungen; zu den wichtigsten Zielen „Zug – die Skizze zu Stadtportrait“ Teil I und II „Unbekannte Philippinen“, und „Peru“, im Auftrag von Architekturabteilung der Warschauer Politechnik zusammengestellt „Architektur von Macchu-picchu“.

Fotobuch „Die Stadt Zug in Geschichte und Gegenwart“ - zu dem, freundlicherweise, Dr. Albert Müller, damaliger Stadtschreiber von Zug, den Text und Christian Bisig die Illustrationen geliefert haben.

Fotobuch „Zugerland – unterwegs ins 21. Jahrhundert“.

Fotoaufträge in den Bereichen Werbe-, Portrait- und Reportagefotografie von verschiedenen Firmen und Institutionen (Landis & Gyr, Zuger Kantonalbank, Pelz Weber).

Publikationen in Zeitungen und Zeitschriften in der Schweiz und in Polen.

Seit sieben Jahren leite ich den FotoKlub Landis+Gyr.